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Sie sind für die Primarschule, sie sind Schulverbesserer.

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Julia Karnick, Journalistin, Mutter, Hamburg, Groß Borstel

Ich bin für die Schulreform,

- weil ich gegen Gleichmacherei bin, aber für Chancengleichheit;
- weil ich für individuelle Leistungsförderung bin, aber gegen den allgemeinen Leistungsdruck;
- weil jene, die sich als Elite begreifen, nicht nur Privilegien einfordern, sondern auch Verantwortung übernehmen sollten;
- weil ich mir wünsche, dass in dieser Stadt der neue Mut zum Aufbruch über die uralte Angst vor Veränderung siegt – den Kindern zuliebe.


Prof. Dr. Harry Friebel, Universität Hamburg, WISO-Fakultät; FB Sozialökonomie, Leiter des Forschungsprojekts (Weiter-) Bildung im Lebenszusammenhang, Hamburger Biografie- und Lebenslaufpanel; Soziologie; Bildungsforscher, Hamburg, Rotherbaum

Keine Demokratie ohne gleiche Bildungschancen für Alle. Der längere gemeinsame Unterricht bis einschließlich 6. Klasse fördert Chancengleichheit.
Dr Dr. h.c. Jürgen Lüthje, Universitätspräsident i.R., Hamburg, Rotherbaum

Schulen brauchen Kontinuität und Verläßlichkeit, um sich vor allem auf die Qualitätsentwicklung konzentrieren zu können. Die Übereinstimmung aller in der Bürgerschaft vertretenen Pateien bietet die Chance eines 10-jährigen "Schulfriedens". Diese Chance muss dazu genutzt werden,den Unterricht, die Ausstattung und die Klassengrößen an allen Schulen zu verbessern. Alle Kinder und Jugendlichen wollen lernen und sollen die bestmögliche Förderung erhalten.
Wahabi Nouri, Souad Amrani, Gourmet-Koch/Sterneköchin

Wir unterstützen die Schulreform, weil es in der vierten Klasse zu früh ist zu entscheiden was der bessere Weg für das Kind ist. Und es sollten auch alle Kinder die gleichen Chancen haben!
CDU Hamburg

GEW Hamburg

Joachim Speicher, Geschäftsführer, Der PARITÄTISCHE Wohlfahrtsverband Hamburg e.V., Hamburg, Eilbek

Eine Schulreform in Hamburg und in der restlichen Bundesrepublik ist lange überfällig. In kaum einem anderen Land ist der Bildungserfolg eines Kindes so stark von der sozialen Herkunft abhängig wie bei uns. Wir sagen JA zur Primarschule, da längeres gemeinsames Lernen und die stärkere individuelle Förderung gleiche Entwicklungschancen für alle Kinder und Jugendlichen schaffen.
Marcus Weinberg

Ich unterstütze die Schulreform, weil wir mit dieser Reform ein leistungsorientiertes, chancengerechtes und besseres Schulsystem für unsere Kinder und Familien bekommen, welches insbesondere mit der Einführung der Primarschule und der Stadtteilschule den neuen Herausforderungen wie Individualität, Heterogenität oder Migration gemeinsam mit den bestehenden Gymnasien gerecht wird.
Johann Schwenn, Rechtsanwalt, Hamburg, Altona-Altstadt

Bildungsgerechtigkeit ist die beste Kriminalitätsprophylaxe. Längeres gemeinsames Lernen hilft nicht nur Kindern bildungsferner Eltern. Es fördert den Zusammenhalt und erzieht Starke, für Schwache statt füreinander einzutreten.
Gudrun Wohlrab, Dipl. Soz.-Päd. und Mutter von drei Töchtern, Hamburg, Bramfeld

Wir können es uns schon längst nicht mehr leisten, daß Menschen aus dem System herausfallen. Klassenstandswahrung kann nicht das Ziel einer modernen solidarischen Gesellschaft sein.
Valentin Holch, Filmproduzent, Hamburg

Wer sich nicht bewegt, bleibt stehen! Deswegen bin ich unbedingt für die längst fällige Reform.
Susanne Peters

Mitglied im Bundesvorstand des Grundschulverbandes, Vorsitzende der Landesgruppe Hamburg, Mutter von fünf Kindern.
Die Einführung einer sechsjährigen Primarschule stellt mit einer zwei Jahre längeren Zeit des gemeinsamen Lernens aller Kinder einen wichtigen organisatorischen Schritt zu einer Schule für alle dar, die der Grundschulverband seit vielen Jahren fordert. Die neue Lernkultur mit einem individualisierten Lernen lässt Schülerinnen und Schüler ihre Stärken besser als bisher entfalten. Die differenzierte Leistungsbeschreibung und die regelmäßigen Rückmeldegespräche ermöglichen Eltern und Pädagogen eine klarere Einschätzung der Kompetenzen der Kinder und damit auch eine bessere Förderung. Durch die Schulreform bekommen wir einen Anschluss an die Entwicklung in Europa und unsere Kinder eine bessere Chance nicht nur auf dem deutschen, sondern auch auf dem europäischen Arbeitsmarkt.
Roland Sieber, Studierender und Fachschaftsrat der Sozialökonomie an der HWP (Uni Hamburg), Hamburg, Eimsbüttel

Pro Schulreform & Pro HWP: Für gemeinsames Lernen an Schulen und Unis. Gegen das unsoziale Aussiebverfahren im veralteten dreigliedrigen Schulsystem. Ja zur Schulreform, weil diese ein Schritt in die richtige Richtung ist. Nein zur Eliteninitiative „Wir wollen lernen“ beim Volksentscheid am 18. Juli.
Claudia Römer, Opernsängerin

Ich finde die Schulreform schon längst überfällig.

Jeder, der Kinder groß gezogen hat, weiß, dass nicht eines dem anderen gleicht und dass Intelligenz und Entwicklungstempo nichts miteinander zu tun haben.

Ja, gebt unseren Kindern mehr Raum und Entspanntheit, sich in ihrem eigenen Tempo und nach ihren eigenen Interessen entwickeln zu können, ohne ständig Normen erfüllen zu müssen, die sich an einer sehr eingeschränkten Art des Lernens orientieren.
Dipl. Sozialökonom Hans Thormählen, Kfm. Leiter in der Weiterbildung, Hamburg, Iserbrook

Ich bin grundsätzlich für eine individuelle Förderung, die gesellschaftlich in der Gesamtschulform die besten Lernergebnisse erzielt. Die sechsjährige Primarschule ist ein erster wichtiger Schritt zu einheitlichem Lernen und realisiert die Chancen für große Teile unserer Jugend.
Wenn es um mehr und qualitative Bildung geht, muss der Vorschlag der Bürgerschaft unterstützt werden.
Prof. Dr. Herbert Werner, Universitätsprofessor, Hamburg, Marmstorf

Weil ich möchte, dass alle Kinder unabhängig von ihrer Herkunft die gleichen Chancen auf eine gute Ausbildung haben, was derzeit nicht der Fall ist. Und weil alle internationalen Erfahrungen dafür sprechen, dass leistungsstärkere und leistungsschwächere Schüler vom gemeinsamen Lernen profitieren.
Holger Kahlbohm, Vorstandsvorsitzender AWO Landesverband Hamburg

Am 2.6.2010 hat die Landesdelegiertenversammlung des AWO Landesverbandes Hamburg folgende Resolution beschlossen:
„Der AWO Landesverband Hamburg ist für eine bessere Schule in Hamburg, die gerechter und leistungsfähiger ist. Der AWO Landesverband Hamburg unterstützt deshalb das längere gemeinsame Lernen in der Primarschule, das nun in den Verhandlungen zwischen allen in der Hamburgischen Bürgerschaft vertretenen Parteien vereinbarte Elternwahlrecht nach Klasse 6, die verbindliche Einführung kleinerer Klassen sowie den lange geforderten Wegfall des Büchergeldes.
Daher unterstützen wir den entsprechenden einstimmigen Beschluss der Hamburgischen Bürgerschaft vom 3. März 2010.
Der AWO Landesverband Hamburg fordert seine Mitglieder und Freunde sowie alle Hamburgerinnen und Hamburger auf, bei der Volksabstimmung im Juli für die Vorlage der Bürgerschaft zu stimmen.“
Kai Voet van Vormizeele, Geschäftsführer, Hamburg, Uhlenhorst

weil Hamburg mit dieser wichtigen Reform die Chance hat, die bisherigen eklatanten Mißstände unseres Bildungssystems endlich zu verbessern. Man kann nicht über PISA erschrocken sein, aber die Konsequenzen daraus verweigern.
Sonja Krajewski, Diplom-Pädagogin, Sternschanze

Warum wird überhaupt debattiert, wenn Hamburg mehr Lehrer einstellen will, um in kleineren Klassen individuelleren Unterricht zu ermöglichen?

Die Grundschulen Deutschlands genießen einen guten Ruf. Umso besser, wenn die Kinder Hamburgs zwei weitere Lebensjahre von diesem guten Unterricht profitieren können!
Henning Wienstroth, Hamburg

... weil eine von allen in der Bürgerschaft vertretenen Parteien getragene, überzeugende Schulreform DIE Chance für ein besseres Bildungssystem ist.
Miko Zeuschner, Filmregisseur, Sternschanze

Weil ich nur positive Aspekte in der Schulreform sehe: Es werden mehr Lehrer eingestellt, es gibt kleinere Klassen, Büchergeld entfällt ... Und eine sechsjährige Grundschule erlaubt es den Kindern, sich länger zu entwickeln, bevor die Entscheidung getroffen wird, wie ihr weiterer Werdegang ist. Der Druck bei meiner Tochter war in der vierten Klasse enorm und hat dazu geführt, dass sie keine Lust mehr auf Schule hatte, obwohl sie sehr gut ist. Dass die Entscheidung der Schule in der sechsten Klasse bindend ist, ist eigentlich auch jetzt schon so. Ich sehe überhaupt kein Argument gegen die Schulreform. Und wer Angst davor hat, dass sein Kind mit sozial schwächeren Kindern zusammen lernt sollte sich einmal anschauen, wie die demografische Entwicklung unserer Gesellschaft in der Zukunft aussieht. Wir brauchen ein gerechteres Schulsystem, in dem auch sozial schwächere Kinder durch eine bessere Betreuung die Chance auf eine bessere Schulbildung haben. Deutschland braucht in der Zukunft mehr gut ausgebildete junge Leute, sonst sieht es für die Wirtschaft auch schlecht aus!
Daniel Mouratidis, Diplom-Verwaltungseissenschaftler

Ich halte es für das richtige Projekt, endlich eine moderne Schule für Alle auf den Weg zu bringen - weniger soziale Auslese, gezielte Förderung für diejenigen Kinder mit besonderen Förderbedarf ebenso wie hochbegabte, damit jedes wohnortnah nach seinen Fähigkeiten die besten Bildungschancen hat.
Björn Steffen, Pädagogischer Leiter Neue Schule Hamburg e.V. (in Elternzeit), Hamburg, Ottensen

Diese Reform ist dran! Es muss endlich Schluss sein mit dem Sortieren nach Jahrgang 4. Lasst uns diese verantwortungslose Spökenkiekerei beenden!
Die Primarschule ist der nun mögliche und beste Schritt in die richtige Richtung.
Den Gegnern der Reform geht es um den Erhalt ihrer durch das bestehende System konservierten Privilegien. Sie wollen nichts verändern. Dabei tun sie so, als würde ihnen selber das Wasser nicht bis zum Hals stehen. Seltsam.
Nicole Thordsen-Lasch, Angestellte im öffentlichen Dienst, Hamburg

Längeres gemeinsames Lernen ist so wertvoll.
Die Kinder werden nicht so früh dem Leistungsdruck ausgesetzt und können sich wesentlich freier entfalten.
Integration ist wichtig für soziale Kompetenz der Kinder.